Social Media

Instagram im Azubimarketing – Teil 2: Interview mit Performance Marketing Manager Lino

In Teil eins, dem Interview mit Social Media Managerin Sarah, haben wir bereits erfahren, dass es sich defintiv lohnt, ...


In Teil eins, dem Interview mit Social Media Managerin Sarah, haben wir bereits erfahren, dass es sich defintiv lohnt, als Unternehmen auf Instagram vertreten zu sein. Dabei kommt es vor allem auf Authentizität und Kreativität an, um die Zielgruppe abzuholen. Doch es gilt, den Arbeitsaufwand nicht zu unterschätzen.

Um den Ertrag der Social-Media-Aktivitäten weiter zu steigern und zielgenau die richtigen Adressaten für seinen Inhalt zu erreichen, lohnt sich ein Blick ins Performance Marketing. Dafür haben wir Lino Köhler, Performance Marketing Manager bei Ausbildung.de, zum Interview getroffen.

Lino Köhler Performance Marketing Manager

Lieber Lino, stell dich doch bitte einmal vor und erzähl uns, was deine Aufgaben bei Ausbildung.de sind.

Ich bin Lino, 35 Jahre alt, komme aus Hamm und arbeite seit 1,5 Jahren bei Ausbildung.de im Performance Marketing. Mit meinem Team-Lead Abdel zusammen bilden wir ein Zweier-Team. Mein Aufgabenbereich liegt hier hauptsächlich im Social-Paid-Bereich. Aktiv sind wir werbetechnisch auf so gut wie allen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat oder Tiktok. Aber auch auf Youtube und Spotify schalten wir Kampagnen.

Wir verfügen dabei über ein Inhouse-Werbebudget und zum anderen erstelle ich Kampagnen im Auftrag von Kunden. Hierbei kommt das Werbebudget von unseren Kunden auf Ausbildung.de, die explizit ihre offenen Stellen auf unserer Seite beworben haben wollen.

Einen weiteren großen Bereich stellt dann das Reporting dieser Kampagnen dar.

In Teil 1 haben wir ja bereits mit Sarah, unserer Social Media Managerin, gesprochen. Unter anderem haben wir dort schon die Möglichkeiten der Accountbespielung thematisiert und über die Unterschiede von organischen und Paid-Posts, also Anzeigen, gesprochen. Vielleicht kannst du ja noch mal aus Sicht eines Performance Marketers erläutern, wie sich beide Möglichkeiten gegeneinander abgrenzen und wann man als Unternehmen eine Kampagne in Betracht ziehen sollte. Und vor allem, wie sollte ich vorgehen, wenn ich keine Erfahrung mit der Materie habe?

Ein organischer Post generiert immer nur zu einem gewissen Grad Aufmerksamkeit. Bei Weitem werden nicht alle unsere Follower:innen den Beitrag sehen oder zur Kenntnis nehmen. Ein Vorteil ist aber, dass der Beitrag, sollte er nicht gelöscht werden, immer aufrufbar bleibt.

Der größte Unterschied und auch Vorteil eines Paid-Posts, ist die zielgenaue Targetierung. Die Werbetools der einzelnen Plattformen lassen eine genaue Targetierung nach Alter, Geschlecht, Wohnort und auch Bildungsgrad zu.

Ein organischer Post eignet sich sehr gut, um Aufmerksamkeit als Arbeitgebermarke zu generieren. Zudem lassen sich so sehr gut bestimme Berufe oder Berufszweige vorstellen.

Möchte man als Unternehmen aber gezielt Bewerbungen generieren, funktionieren Anzeigen mit einem deutlichen Call-to-Action wie „Jetzt bewerben“ sehr gut. Der große Vorteil ist die vorher angesprochene zielgenaue Targetierung. Im Unterschied zu alternativen Werbeformen lassen sich so Streuverluste stark minimieren.

In Bezug auf die nicht vorhandene Erfahrung: Wichtig ist es, sich vorab genau zu informieren, wenn man als Unternehmen Social Ads schalten will. Einen ersten Einstieg bieten einem Tutorials, beispielsweise bei Youtube oder aber man nimmt an einem Workshop von namhaften Online-Marketing-Experten teil. Es kann sonst einfach schnell passieren das man Geld verbrennt. Viel macht dann auch die Erfahrung aus, nicht nur dabei, wie man targetiert, sondern auch welche Grafiken funktionieren und auf welche KPIs man achten sollte. 
 

Wenn ich als Unternehmen oder kleiner Betrieb eine Kampagne mit Ausbildung.de fahren möchte, wie genau funktioniert das dann und wer bekommt die Anzeige eigentlich ausgespielt?

Das Unternehmen hat natürlich immer Kontakt zu unserem Customer Success Management und der jeweiligen Ansprechpartnerin oder dem jeweiligen Ansprechpartner. Diese stellen dem Kunden die Optionen einer Social-Media-Kampagne vor. Ist Interesse da, gibt es die Möglichkeit, eine Reichweiteneinschätzung anzufertigen. Dabei simuliere ich eine mögliche Kampagne mit allen Parametern, damit die Kundin oder der Kunde ungefähr weiß, was sie oder er mit seinem Kampagnen-Budget erreichen kann.

Ausgespielt bekommen die Anzeige nur die Personen, auf die die Targetierungs-Einstellungen auch passen. Für einen Betrieb in Bochum könnte das zum Beispiel heißen: Alle 15-20-Jährigen (m/w/d) die in Bochum und einem Umkreis von 30 km wohnen und nicht kürzlich eine neue Arbeitsstelle begonnen haben. Darüber hinaus haben wir natürlich noch die Möglichkeit, Retargeting einzusetzen. Dabei wird die Anzeige Usern angezeigt, die kürzlich noch auf Ausbildung.de waren und gegebenenfalls auch Jobs angeschaut haben, die zur bewerbenden Stelle passen.

2021-06-24-der-ausbildung.de-instagram-kanalSchon gewusst: Das Performance-Marketing-Team von Ausbildung.de unterstützt Sie bei Ihren Kampagnen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Profitieren Sie vom Know-how unserer Experten und beobachten Sie den Erfolg Ihrer Anzeigen anhand von aussagekräftigen KPIs.

ZU DEN WERBEFORMEN

Wir sprechen bei den Kampagnen ja über Paid Content. Folglich muss dafür Geld in die Hand genommen werden. Ganz klar, dass Unternehmen und Kleinbetriebe über unterschiedliche Budgets verfügen, was solche Ausgaben anbelangt. Wie individuell lassen sich die Kosten für eine Kampagne denn anpassen? Oder provokativ gefragt: Kann sich das wirklich jeder leisten?

Speziell bei kleinen Betrieben, die oftmals in kleineren Städten sitzen, haben wir mit einem kleinen Budget, welches ja nur lokal ausgespielt wird, sehr gute Ergebnisse erzielt. Also ja, es lohnt sich und es kann sich im Prinzip jeder leisten – natürlich immer in Abhängigkeit mit der Zielsetzung.

Was würdest du aus deiner Erfahrung sagen, macht eine erfolgreiche Kampagne aus, wenn es um den Inhalt geht?

Da ich hauptsächlich offene Stellen bestimmter Berufe bewerbe, ist es wichtig, eine Grafik zu wählen, die das tatsächliche Umfeld des Berufes zeigt und eine Person, die im besten Fall den Beruf in irgendeiner Weise ausübt. Es muss also ein echter Eindruck entstehen. Aus Erfahrung und A/B Tests führt das zu den besten Klickraten. Hat der zu bewerbende Beruf dann noch explizite Benefits oder Vorteile, sollten diese auch unbedingt genannt werden.

Erklär uns doch bitte einmal, wie sich der Erfolg einer Social-Media-Kampagne in konkreten Zahlen bemessen lässt. Vielleicht kannst du uns ja auch ein Beispiel geben, dass das Ganze anschaulich macht.

Mein Ziel ist es immer, den Traffic auf der Zielseite im Kampagnenzeitraum signifikant zu steigern und dann hoffe ich natürlich, dass genügend Bewerbungen durch die Kampagne zustande kommen. Nach Kampagnenende schaue ich dann über Google Analytics welchen Effekt die Kampagne hatte. Ich vergleiche dann den Kampagnenzeitraum mit dem Zeitraum vor der Kampagne. Es kommt natürlich auch auf das Budget an, aber wir schaffen es eigentlich immer, den Traffic um 50 Prozent und im besten Fall sogar um über 300 Prozent zu steigern.

Lass uns den Begriff Anzeige noch mal aufgreifen. Wir sprechen ja letztendlich über Werbung, die Nutzern in ihrem Feed ausgespielt wird. Wie empfänglich ist die Zielgruppe denn überhaupt für Werbung im beruflichen Kontext?

Empfänglich! Man erreicht die Jugendlichen genau dort, wo sie sich aufhalten, auf den sozialen Plattformen. Die Jugendlichen scrollen längst nicht mehr nur durch den Feed, um sich spaßigen Content in ihrer Freizeit anzuschauen, sondern auch, um sich zu informieren. Ich sehe uns da in der Rolle des Ratgebers und Friendly Reminders: „Schau mal, mit deinen Fähigkeiten wäre diese Ausbildung genau das Richtige für dich. Und übrigens: Vergiss nicht, dich zu bewerben“. Die User sind dann nur noch zwei Klicks davon entfernt, ihre Bewerbung zu schreiben. Eigentlich ziemlich bequem und wie wir sehen, funktioniert es ziemlich gut.

Hast du noch einen besonderen Tipp aus Performance-Marketing-Perspektive in Sachen Social Media und Azubi-Recruiting?

Wenn die Jugendlichen mit ihrem Daumen durch den Feed scrollen, muss man es schaffen, dass sie anhalten und den Call-to-Action Button drücken. Diese Aufmerksamkeit schafft man aber nur, wenn man auch gute Argumente liefert. Also immer schön alle Vorteile und Benefits des Berufes oder der Ausbildungsstelle herausstellen.

Lieber Lino, vielen Dank für deine Zeit und das Interview!

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