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Vorurteile gegenüber der Gen Z - sind wir wirklich zu schlimm?
Wir wollen nicht in Schubladen denken, tun aber genau das, sobald es um das Thema Generationen geht. Kaum einer Altersgruppe wird mit so vielen...
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Tobias Klem @ Ausbildung.de
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22.10.24, 08:31
Von den Boomern bis zur Generation Beta: Welche Generationen es gibt und was wir über sie wissen sollten. Der Generationen-Guide fürs Azubi-Recruiting.
Jeder, der sich mit unterschiedlichen Generationen befasst, hat ein klares Ziel: Menschen besser verstehen. Dabei werden häufig Generationen-Bezeichnungen und Beschreibungen herangezogen.
Doch bergen Definitionen auch das Risiko der Verallgemeinerung. Daher unsere Tipps zum richtigen Umgang mit Generationenbegriffen:
Für Ausbildungsbetriebe sind vor allem zwei Generationen relevant: Die Generation Z bewirbt sich heute auf Ausbildungsplätze, startet ins Berufsleben oder ist bereits in Ausbildung oder Studium. Die Generation Alpha rückt als nächste Zielgruppe der Berufsorientierung nach. Wer Azubis gewinnen möchte, sollte deshalb nicht nur wissen, wie diese Generationen ticken, sondern auch, welche Informationen sie in der Candidate Journey brauchen: Orientierung, Sicherheit, authentische Einblicke und einfache Bewerbungswege.
2019 begannen jüngere Generationen das Meme mit der Aussage „OK Boomer“ zu verwenden, um damit stereotype Aussagen der Babyboomer zu kritisieren oder sich darüber lustig zu machen. Von Kritikern wird die Phrase daher oft als Altersdiskriminierung bezeichnet.
Jetzt weiterlesen: Erfahren Sie alles über die Generation Alpha in unserem Blogbeitrag.
Was diese Generationenbeschreibungen konkret fürs Azubi-Recruiting bedeuten, zeigt der azubi.report 2025/26 deutlich.
Ausbildung.de-Insider
1. Orientierung ist der größte Hebel
Viele Jugendliche wissen nicht, welcher Beruf zu ihnen passt: Fast die Hälfte der für den azubi.report 2025/26 befragten jungen Menschen fand es schwer, sich ihre Zukunft im Beruf vorzustellen. Ebenso hatten viele von ihnen Schwierigkeiten, eigene Stärken und Talente zu erkennen. Gleichzeitig zeigt der Report: Praktika helfen stark bei der Entscheidung - 55% haben ihren Ausbildungsberuf über ein Praktikum kennengelernt und fast alle bewerten es als hilfreich.
Unternehmen sollten nicht nur Stellen ausschreiben, sondern früh Orientierung bieten durch realistische Berufseinblicke, Praktika, Probetage, Azubi-Content und klare Infos zu Aufgaben, Anforderungen und Perspektiven.
2. Die Gen Z entscheidet stark nach Sicherheit, Fairness und Perspektive
Der wichtigste Zukunftswunsch der befragten Schüler:innen und Auszubildenden ist ein sicherer Job. Auch die Themen Work-Life-Balance und Gehalt sind vielen von ihnen wichtig. Auszubildende wollen außerdem fair behandelt und gehört werden, Stichwort Chancengleichheit und Förderung.
Das zeigt: Arbeitgeber müssen Stabilität sichtbar machen, am besten schon in der Stellenanzeige. Und das geht über einen transparenten und nahbaren Umgang mit Themen wie Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung und Betriebsklima.
3. KI wird zum neuen Begleiter in der Karriereplanung
KI ist schon jetzt für die Gen Z und noch mehr für die Gen Alpha ein relevanter Begleiter bei der Berufsorientierung: Viele Schüler:innen und Azubis nutzen Tools wie ChatGPT, um Berufe besser zu verstehen, Optionen einzuordnen oder Bewerbungstexte vorzubereiten. Gleichzeitig ersetzt KI noch nicht den eigentlichen Recruitingprozess - Ausbildungsplätze werden weiterhin über persönliche Empfehlungen, Unternehmensseiten, Google, Ausbildungsplattformen oder Praktika gefunden, selten direkt über KI.
Aber: Unternehmen sollten KI als zusätzlichen Informationskanal ernst nehmen und ihre Ausbildungsinhalte klar, aktuell und verständlich aufbereiten. Entscheidend bleibt der menschliche Teil: ehrliche Einblicke, persönliche Gespräche und Vertrauen sind wichtiger denn je, weil KI Orientierung geben kann, aber keine Beziehung zum Arbeitgeber ersetzt.
Zukunft, Sicherheit, Orientierung:
Was Azubis heute wirklich bewegt
Die Gen Z sucht nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern Antworten auf Zukunftsfragen. Künstliche Intelligenz ersetzt Berufsberater:innen, Sicherheit wird zum Grundbedürfnis. Was das für Berufsorientierung, Recruiting und Arbeitgeberattraktivität bedeutet, lesen Sie im azubi.report 2025/26.
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