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Boomer, Gen Z, Gen Alpha: Alle Generationen in der Übersicht

Boomer, Gen Z, Gen Alpha: Alle Generationen in der Übersicht
Boomer, Gen Z, Gen Alpha: Alle Generationen in der Übersicht
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Von den Boomern bis zur Generation Beta: Welche Generationen es gibt und was wir über sie wissen sollten. Der Generationen-Guide fürs Azubi-Recruiting. 

Tipps zum richtigen Umgang mit Generationen-Beschreibungen

Jeder, der sich mit unterschiedlichen Generationen befasst, hat ein klares Ziel: Menschen besser verstehen. Dabei werden häufig Generationen-Bezeichnungen und Beschreibungen herangezogen.

Doch bergen Definitionen auch das Risiko der Verallgemeinerung. Daher unsere Tipps zum richtigen Umgang mit Generationenbegriffen:

  • Nutzen Sie die Informationen, um den Hintergrund und die Lebenswelten besser zu verstehen.
  • Die Informationen beruhen auf einem Vergleich der Hauptmerkmale. Verallgemeinern Sie diese Informationen daher nicht. Auch innerhalb der Generationen kann es zu großen Streuungen kommen. Und: Die Übergänge zwischen den Generationen verlaufen fließend.
  • Setzen Sie immer auf Austausch. Nach dem Motto: Mit den Menschen sprechen, anstatt über sie.

Für Ausbildungsbetriebe sind vor allem zwei Generationen relevant: Die Generation Z bewirbt sich heute auf Ausbildungsplätze, startet ins Berufsleben oder ist bereits in Ausbildung oder Studium. Die Generation Alpha rückt als nächste Zielgruppe der Berufsorientierung nach. Wer Azubis gewinnen möchte, sollte deshalb nicht nur wissen, wie diese Generationen ticken, sondern auch, welche Informationen sie in der Candidate Journey brauchen: Orientierung, Sicherheit, authentische Einblicke und einfache Bewerbungswege. 

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Gen Z verstehen und Bewerber:innen wirklich erreichen

Junge Talente für Ihre Ausbildungsangebote begeistern: Insights & Lösungen

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Gen Z? Gen Alpha? Und was heißt das für DEINE Zukunft?

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Workaholics im Wohlstand: Babyboomer (1946-1964)

  • Die Bezeichnung „Babyboomer“ basiert auf der höchsten, jemals gemessenen Geburtenrate zur Zeit des „Wirtschaftswunders“ während der Nachkriegsjahre.
  • Während der Zeitraum insbesondere in den USA breiter gefasst wird, gelten in Deutschland eher die Jahrgänge 1957 bis 1964 als Babyboomer. 
  • Babyboomer zeichnen sich durch Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus: Bildung war erstmals für alle zugänglich – auch für Frauen.
  • Hohe Identifikation mit Beruf und Arbeit: eine Eigenschaft, die den Begriff „Workaholic“ hervorgebracht hat.
  • Werbung und Medien konsumierten die Babyboomer zunächst in Form von TV, Radio, Print und Plakat.
  • Im Recruiting-Kontext sind Babyboomer heute häufig erfahrene Fachkräfte, Führungskräfte oder Geschäftsführende - oder bereits im Ruhestand.

Was bedeutet eigentlich „OK BOOMER“?

2019 begannen jüngere Generationen das Meme mit der Aussage „OK Boomer“ zu verwenden, um damit stereotype Aussagen der Babyboomer zu kritisieren oder sich darüber lustig zu machen. Von Kritikern wird die Phrase daher oft als Altersdiskriminierung bezeichnet.

„Lost Slackers“? Die Generation X (1965-1979)

  • In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrisen aufgewachsen, gilt die Generation als pessimistisch und ambivalent. Sie wird daher auch als „Twentysomethings“ oder „Slackers“ (deutsch: “Müßiggänger”) bezeichnet.
  • Da die Eltern oft berufstätig waren, wurden Kinder als „Schlüsselkinder“ und „Lost Generation“ bezeichnet.
  • Abwertung der Arbeit durch Niedriglohnjobs – daher aber auch erhöhte Erwartungen an Vereinbarkeit mit dem Privatleben: Die Weichen für Work-Life-Balance wurden gestellt.
  • Neue Technologien (Computer/Videospiele) spielten nicht nur im Beruf, sondern insbesondere in der Freizeit eine große Rolle.
  • Haltung spiegelte sich in Film und Musik wider, Punk- und Grungemusik wurden populär.
  • Beginn einer Überflussgesellschaft, die von Werbung beeinflusst wurde.
  • Viele Gen-X-Angehörige sind Eltern heutiger Bewerber:innen oder Ausbildungsverantwortliche und prägen damit, wie Ausbildung bewertet und vermittelt wird.

Millennials: Generation Y (1980-1995)

  • Mit digitalen Medien zur Jahrtausendwende aufgewachsen, ist diese Generation besonders technikaffin, sowohl in der Freizeit als auch im Berufsleben.
  • Privates und Berufliches mischen sich, erstmals spielt Homeoffice eine Rolle, worauf Unternehmen kaum eingestellt waren.
  • Kommunikation findet mobil und online statt – ebenso die Werbemaßnahmen, die sie erreichen.
  • Inzwischen schon einige Jahre im Beruf, sind Millennials heute oft Ausbilder:innen, HR-Verantwortliche oder junge Führungskräfte. 

Digital Natives: Die Generation Z (1996-2010)

  • Mit YouTube, sozialen Netzwerken und modernster Technologie aufgewachsen, bezeichnet man die  in den späten Neunzigern und Nullerjahren Geborenen auch als Digital Natives – den anderen Generationen immer einen Schritt voraus, ohne klare Grenzen zwischen virtueller und realer Welt.
  • Die Gen Z setzt sich für ihre Lebenswelt ein, sie steht für die Bewegung „Fridays for Future“.
  • Der klassische „9-to-5-Job“ erhält wieder einen höheren Stellenwert: Die Gen Z möchte klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben, Planbarkeit und Verlässlichkeit - aber nicht zwangsläufig starre Arbeitsmodelle. 
  • Die Gen Z ist aktuell die zentrale Zielgruppe im Azubi-Recruiting, wird aber bald von der Generation Alpha abgelöst. 

Alle im 21. Jahrhundert geboren: Generation Alpha (ab 2011-2024)

  • Die Gen Alpha umfasst Teenager, Grundschulkinder und Kleinkinder.
  • Sie wachsen mit noch höheren digitalen Standards auf als die Vorgängergeneration.
  • Trotz Wohlstand und hoher Bildung gibt es Existenzsorgen, die immer präsent sind - der Kampf gegen die Klimakrise, Kriege, wirtschaftliche Krisen.
  • Sie sind Teil sozialer Netzwerke, noch bevor sie Geräte bedienen können - durch die Aktivitäten der Eltern. Ihre Datenspur im Internet reicht oft bis vor ihre Geburt zurück.

Jetzt weiterlesen: Erfahren Sie alles über die Generation Alpha in unserem Blogbeitrag.

Whats next? Generation Beta (ab 2025)

  • Die Generation Beta umfasst alle Menschen, die ab 2025 geboren werden.
  • Sie wächst in einer Welt auf, die noch stärker von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, demographischem Wandel und neuen Familienmodellen geprägt sein dürfte als die Generationen vor ihr.
  • Prägende Einflüsse sind unter anderem KI, soziale Netzwerke, Automatisierung und der Klimawandel.
  • Wie sie ticken wird? Fragen wir in zehn Jahren mal nach!

Du gehörst zur Gen Z oder Gen Alpha - und jetzt?

Wenn du um 2010 geboren bist, stehst du vielleicht gerade vor der Frage: Ausbildung, Studium oder etwas ganz anderes?

  • Auf Ausbildung.de findest du Berufe, Ausbildungsplätze und Orientierung, die zu deiner Generation passen.
junges Mädchen im Schneidersitz mit Laptop

Was diese Generationenbeschreibungen konkret fürs Azubi-Recruiting bedeuten, zeigt der azubi.report 2025/26 deutlich.

Ausbildung.de-Insider

Drei Erkenntnisse aus den Ausbildung.de-Studien

1. Orientierung ist der größte Hebel 

Viele Jugendliche wissen nicht, welcher Beruf zu ihnen passt: Fast die Hälfte der für den azubi.report 2025/26 befragten jungen Menschen fand es schwer, sich ihre Zukunft im Beruf vorzustellen. Ebenso hatten viele von ihnen Schwierigkeiten, eigene Stärken und Talente zu erkennen. Gleichzeitig zeigt der Report: Praktika helfen stark bei der Entscheidung - 55% haben ihren Ausbildungsberuf über ein Praktikum kennengelernt und fast alle bewerten es als hilfreich. 

Unternehmen sollten nicht nur Stellen ausschreiben, sondern früh Orientierung bieten durch realistische Berufseinblicke, Praktika, Probetage, Azubi-Content und klare Infos zu Aufgaben, Anforderungen und Perspektiven. 

2. Die Gen Z entscheidet stark nach Sicherheit, Fairness und Perspektive

Der wichtigste Zukunftswunsch der befragten Schüler:innen und Auszubildenden ist ein sicherer Job. Auch die Themen Work-Life-Balance und Gehalt sind vielen von ihnen wichtig. Auszubildende wollen außerdem fair behandelt und gehört werden, Stichwort Chancengleichheit und Förderung. 

Das zeigt: Arbeitgeber müssen Stabilität sichtbar machen, am besten schon in der Stellenanzeige. Und das geht über einen transparenten und nahbaren Umgang mit Themen wie Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung und Betriebsklima. 

3. KI wird zum neuen Begleiter in der Karriereplanung

KI ist schon jetzt für die Gen Z und noch mehr für die Gen Alpha ein relevanter Begleiter bei der Berufsorientierung: Viele Schüler:innen und Azubis nutzen Tools wie ChatGPT, um Berufe besser zu verstehen, Optionen einzuordnen oder Bewerbungstexte vorzubereiten. Gleichzeitig ersetzt KI noch nicht den eigentlichen Recruitingprozess - Ausbildungsplätze werden weiterhin über persönliche Empfehlungen, Unternehmensseiten, Google, Ausbildungsplattformen oder Praktika gefunden, selten direkt über KI.

Aber: Unternehmen sollten KI als zusätzlichen Informationskanal ernst nehmen und ihre Ausbildungsinhalte klar, aktuell und verständlich aufbereiten. Entscheidend bleibt der menschliche Teil: ehrliche Einblicke, persönliche Gespräche und Vertrauen sind wichtiger denn je, weil KI Orientierung geben kann, aber keine Beziehung zum Arbeitgeber ersetzt. 


 

Coverbild zum azubi.report 2024 über Erwartungen und Wünsche von Auszubildenden.

Zukunft, Sicherheit, Orientierung: 

Was Azubis heute wirklich bewegt

Die Gen Z sucht nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern Antworten auf Zukunftsfragen. Künstliche Intelligenz ersetzt Berufsberater:innen, Sicherheit wird zum Grundbedürfnis. Was das für Berufsorientierung, Recruiting und Arbeitgeberattraktivität bedeutet, lesen Sie im azubi.report 2025/26.

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